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Bewegung ist Kraft für die Knochen

„Wer rastet, der rostet“ sagt der Volksmund, und spricht damit Orthopäden, Medizinern und Apothekern aus der Seele. In Deutschland leiden nach neuesten Erhebungen fast acht Millionen Menschen unter Osteoporose,der häufigsten Stoffwechselkrankheit des Knochens. Experten schätzen, dass derzeit bei bis zu 80 Prozent aller Osteoporose-Kranken in Deutschland die Krankheit nicht erkannt – und damit auch nicht behandelt wird.

Ein Rückgang der Körpergröße und starke Rückenschmerzen können Anzeichen für Osteoporose sein. Am 20.Oktober ist der Welt-Osteoporose-Tag 2008, der unter dem Motto „Ich bin betroffen- mit Osteoporose leben“ auf die schleichende Verbreitung dieser Krankheit aufmerksam machen will.

Die Osteoporose entsteht durch einen fortschreitenden Abbau der Knochensubstanz. Knochen sind nicht massiv, sondern bestehen aus feinsten Filamenten und Querverstrebungen, die wie die Träger eines Wolkenkratzers hohe Stabilität bei geringem Gewicht ermöglichen. Diese komplexe Struktur wird vom Körper unablässig umgebaut und an die Belastungssituation angepasst. Überwiegen dabei die Abbauprozesse kommt es zur Osteoporose: Die Belastungsfähigkeit des Knochens geht stark zurück und bei fortschreitender Erkrankung kommt es gar zu Knochenbrüchen.

Vor allem Frauen nach den Wechseljahren sind betroffen, weil die Eierstöcke nach Ende der Gebärfähigkeit erheblich weniger Östrogen produzieren. Das Hormon sorgt unter anderem für die Erhaltung der Knochenmasse. Eine frühe Diagnose ist entscheidend für eine erfolgreiche Osteoporose-Therapie. Ein erfahrener Arzt kann eine mögliche Knochenerkrankung erkennen und angemessene Gegenmaßnahmen einleiten. So bietet die Knochendichte-Messung neben der Computertomographie bzw. der normalen Ultraschall-Untersuchung Möglichkeiten, um eine beginnende Osteoporose bereits in einem frühen Krankheitsstadium zu erkennen. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte jeder frühzeitig vorbeugen: Kalzium, Vitamin D und Vitamin K schützen und stärken die Knochen. Und körperliche Aktivität ist wichtig, weil Muskelbewegungen das Knochenwachstum anregen.

AVIE Apotheker XY rät: „Neben Milch und Milchprodukten ist auch kalziumreiches Mineralwasser zu empfehlen. Sie erkennen solche Wässer am Etikett: Hinter dem Zeichen Ca2+ für Kalzium sollte ein Wert größer als 400 mg stehen.“ Vitamin K ist etwa in grünen Gemüsesorten und in Kohl enthalten und Vitamin D kann bei einem Spaziergang in der Sonne getankt werden. Die UV-Strahlen sind notwendig, damit eine Vorstufe des Vitamins D in der Haut in die wirksame Form umgewandelt werden kann. Besonders bei älteren Menschen empfiehlt sich auch die Ergänzung mit Vitamintabletten. Dazu XY: „Die Vitaminbildung in der Haut lässt im Alter nach. Deshalb sollten ältere Leute zur Sicherheit ihre Vitaminversorgung ergänzen.“ Doch auch Verzicht steht auf dem Speiseplan, denn eine Reihe von Nahrungs- und Genussmitteln wirken einem gesunden Knochenaufbau entgegen: Alkohol, Nikotin, Koffein und Zucker sind wahre Vitaminräuber, die die Knochenzellen nachhaltig schädigen. Koffein und Zucker fördern die Ausscheidung von Kalzium, und bei Nikotin ist erwiesen, dass der jährliche Knochenverlust bei Rauchern doppelt so hoch ist wie bei Nichtrauchern. Durch bewusste Ernährung in Kombination mit ausreichend Bewegung kann man Osteoporose zwar nicht verhindern, aber den Prozess entscheidend verlangsamen und damit die Lebensqualität verbessern. Auch der AVIE Apotheker in ihrer Nähe informiert Sie umfassend und kompetent bei Fragen rund um das Thema „Osteoporose“.

Text: MK | http://avie.de/
Bild: Peter Smola / pixelio.de 

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